Der Paritätische Kreis Heinsberg

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Ambulante Pflege in Gefahr - Freie Wohlfahrtspflege NRW warnt vor Versorgungslücken

11.06.2026 Die Bundesregierung will das Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-BStabG) in erster Lesung in den Bundestag einbringen. Sollte das Gesetz in seiner jetzigen Form in Kraft treten, gefährdet das die ambulante pflegerische Versorgung. Die Freie Wohlfahrtspflege NRW (LAG FW NRW) warnt: Falls die im Gesetzentwurf beschriebenen Reformvorschläge tatsächlich umgesetzt und die tarifliche Refinanzierung von Leistungen nach dem Fünften Sozialgesetzbuch (SGB V) in der ambulanten Pflege gestrichen werden, hätte das aus Sicht der Träger weitreichende negative Folgen: sowohl für die Versorgungssicherheit als auch für die Fachkräftegewinnung und die wirtschaftliche Stabilität der Einrichtungen. 


Vorgesehen ist, Leistungen aus dem SGB V, also alle ärztlich verordneten Leistungen in der ambulanten Pflege wie etwa Wundversorgung, Kompressionsverbände oder Blutzucker messen, nicht mehr tariflich zu refinanzieren. „Wer die tarifliche Refinanzierung in der ambulanten Pflege infrage stellt, gefährdet nicht nur faire Arbeitsbedingungen, sondern auch die verlässliche Versorgung der Menschen – gerade hier in Nordrhein‑Westfalen“, sagt Kirsten Schwenke, Vorsitzende der LAG FW NRW. 


Fachkräfte wandern ab 
„Wenn tarifliche Löhne nicht mehr refinanziert werden, geraten Einrichtungen in einen Wettbewerb zulasten guter Arbeitsbedingungen“, sagt Elke Hammer‑Kunze, Vorsitzende des Arbeitsausschusses Pflege, Gesundheit und Alter. Fachkräfte könnten aus der ambulanten Versorgung in besser abgesicherte Bereiche – etwa in die stationäre Pflege oder den Kliniksektor – abwandern. „Das wäre ein massives Risiko für einen ohnehin angespannten Arbeitsmarkt.“

 
Leistungen werden eingestellt 
Zudem gerieten ohne die tarifliche Refinanzierung die wirtschaftlichen Grundlagen ambulanter Dienste unter Druck. Die Folge: Einrichtungen müssten Leistungen einschränken oder ganz einstellen. Auch für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen hätten die geplanten Änderungen unmittelbare Konsequenzen. Wenn ambulante Versorgungsangebote vor Ort ausgedünnt werden, kommt es zu Versorgungslücken. Betroffene könnten dann verstärkt Arztpraxen und Krankenhäuser aufsuchen.

 
Vertrauen verspielt 
Die Freie Wohlfahrtspflege NRW sieht die politische Verlässlichkeit infrage gestellt. Die tarifliche Bezahlung in der Pflege – auch in der ambulanten Versorgung – wurde über Jahre hinweg politisch unterstützt. „Dieses Prinzip jetzt aus kurzfristigen Kostengründen zu relativieren, untergräbt Vertrauen – bei Trägern, Beschäftigten und nicht zuletzt bei den Menschen, die auf Pflege angewiesen sind“, so Hammer‑Kunze weiter.  
Die Freie Wohlfahrtspflege NRW fordert, an der tariflichen Refinanzierung festzuhalten. Eine nachhaltige Stabilisierung der GKV‑Finanzen darf nicht zu Lasten der Beschäftigten, der Versorgungsqualität und der Versorgungssicherheit erfolgen. 


Zum Hintergrund: Relevanz der ambulanten Pflege für NRW 
In NRW sind mehr als 1,4 Millionen Menschen pflegebedürftig, Tendenz steigend. Davon werden 88 Prozent aller Pflegebedürftigen zuhause versorgt. Neben der informellen Pflege (z.B. durch Angehörige) ist die professionelle ambulante Pflege ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Nordrhein-Westfalen.

 


70 Jahre Blinden- und Sehbehindertenverein des Kreises Heinsberg – Herzlichen Glückwunsch!

Der Blinden- und Sehbehindertenverein des Kreises Heinsberg feierte am 6. Juni 2026 – am Sehbehindertentag – sein 70-jähriges Bestehen mit einem Festakt im Pfarrzentrum St. Gangolf in Heinsberg. 1956 gründeten die ersten blinden Menschen in einer Geilenkirchener Gaststube ihren Verein zur gegenseitigen Hilfe und Selbsthilfe – heute zählt er 90 Mitglieder und blickt auf sieben Jahrzehnte engagierten Einsatzes für Inklusion und Barrierefreiheit zurück.
Unsere Geschäftsführerin Lea Maria Scholtes war  vor Ort und hat dieses besondere Jubiläum gemeinsam mit dem Verein, zahlreichen Mitgliedern sowie Gästen aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik gefeiert.
Der Paritätische Heinsberg gratuliert dem gesamten Verein herzlich zu diesem großartigen Jubiläum! Wir freuen uns auf eine weiterhin starke und partnerschaftliche Zusammenarbeit – für mehr Barrierefreiheit und eine Gesellschaft, in der Inklusion selbstverständlich ist.


Rundschreiben des Paritätischen NRW vom 27.05.2026: Der Engagementpreis 2026

Der Paritätische NRW vergibt alle zwei Jahre gemeinsam mit der Stiftung Gemeinsam Handeln den Engagementpreis, um Vereine und Initiativen zu würdigen, denen es besonders gut gelingt, Menschen für das Ehrenamt zu begeistern.

In diesem Jahr steht der Engagementpreis unter dem Motto:

HALTUNG ZEIGEN – RÄUME SCHAFFEN – DEMOKRATIE LEBEN

Engagement für Zusammenhalt, Dialog und eine offene Gesellschaft

Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen: Zunehmende Polarisierung, eine Verrohung öffentlicher Debatten sowie das Erstarken antidemokratischer und ausgrenzender Positionen prägen vielerorts das gesellschaftliche Klima.

Gerade in solchen Zeiten braucht es Menschen und Organisationen, die Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen und sich aktiv für ein respektvolles, solidarisches und demokratisches Miteinander einsetzen. Demokratie lebt vom Mitmachen – vom Zuhören, vom Aushandeln, vom Engagement vor Ort.

Mit dem Engagementpreis 2026 zeichnen wir Projekte und Initiativen aus, die Begegnung ermöglichen, Dialog fördern und demokratische Werte im Alltag erlebbar machen. Gesucht werden Beispiele zivilgesellschaftlichen Engagements, die Brücken bauen, Beteiligung stärken und Räume schaffen, in denen Vielfalt als Bereicherung erfahren wird.

Die prämierten Projekte sollen exemplarisch zeigen, wie Zusammenhalt wächst: durch Offenheit, durch gegenseitigen Respekt und durch das klare Eintreten für Menschenwürde und demokratische Grundwerte. Zivilgesellschaftliches En­gagement leistet hierfür einen unverzichtbaren Beitrag – oft leise, aber mit nachhaltiger Wirkung.

Interessierte Mitgliedsorganisationen und nicht verbandsgebundene Initiativen können sich noch bis zum 15. Juni bewerben. Weitere Informationen zum Engagementpreis und die Bewerbungsunterlagen finden Sie auf der Website des Paritätischen NRW.

Die Preisverleihung findet am 25. September 2026 im Haus Witten in Witten statt.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

 


Tag der offenen Tür beim Selbsthilfe- u. Freiwilligen-Zentrum im Kreis Heinsberg am 21.05.2026

Anlässlich des bundesweiten Ehrentags 2026 veranstaltet das Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum im Kreis Heinsberg am Donnerstag, den 21. Mai 2026, von 13:00 bis 17:00 Uhr einen Tag der offenen Tür. Mit dieser Veranstaltung möchte es Menschen zusammenbringen, über seine Angebote informieren und Möglichkeiten zum ehrenamtlichen Engagement vorstellen. Neben persönlichen Gesprächen und Einblicken in seine Arbeit erwartet die Besucherinnen und Besucher auch ein familienfreundliches Rahmenprogramm.

 

Heute protestieren wir – für echte Teilhabe, gegen Leistungskürzungen in der Eingliederungshilfe

05.05.2026

Am 5. Mai 2026, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, setzen wir ein klares Zeichen: Geplante Kürzungen in der Eingliederungshilfe (EGH) gefährden die Teilhabe, Selbstbestimmung und Lebensqualität von Hunderttausenden Menschen mit Behinderungen in Deutschland.

Ein internes Arbeitspapier aus Bund, Ländern und Kommunen sieht über 70 Kürzungsvorschläge vor – ohne öffentliche Debatte, ohne Beteiligung der Betroffenen. Die Pläne betreffen unter anderem den individuellen Anspruch auf Schulbegleitung, das Wunsch- und Wahlrecht, faire Löhne für Fachkräfte und die finanzielle Belastung von Menschen mit Behinderungen durch höhere Eigenanteile.

Die Kostensteigerungen in der EGH haben strukturelle Ursachen: mehr Bedarfe, steigende Personalkosten und fehlende Bundesbeteiligung. Leistungskürzungen sind keine Lösung – sie treffen die Falschen.

Wir fordern: Keine Kürzungen auf dem Rücken von Menschen mit Behinderungen.

"Keine Kürzungen bei der Teilhabe" der Lebenshilfe

Der Paritätische Gesamtverband unterstützt die Petition “Keine Kürzungen bei der Teilhabe” der Bundesvereinigung Lebenshilfe an den Deutschen Bundestag. Ziel ist es, Kürzungen und Einschränkungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen zu verhindern.

Hier finden Sie die Fachinformation des Paritätischen Gesamtverbendes sowie alle weiteren Informationen zur Petition: https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/petition-unterstuetzen-keine-kuerzungen-bei-der-teilhabe/

Wir würden uns freuen, wenn Sie die Petition verbreiten und unterstützen!
 

Paritätischer NRW fordert Klarstellung zu Sozialkürzungsplänen

Der Paritätische NRW fordert von der Landesregierung eine klare Positionierung zu einem internen Bund-Länder-Arbeitspapier, das weitreichende Kürzungen im Sozialbereich vorsieht – insbesondere in der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe. Das Papier wurde vom Paritätischen Gesamtverband öffentlich gemacht.
In einem offenen Brief an Familienministerin Verena Schäffer und Sozialminister Karl-Josef Laumann bittet der Verband um Einordnung der Rolle und Position des Landes. „Die Vorschläge markieren einen tiefgreifenden Richtungswechsel", erklärt Vorstand Christian Woltering. „Es geht um die Frage, ob zentrale sozialstaatliche Rechte künftig unter einen Finanzierungsvorbehalt gestellt werden."
Der Verband kritisiert zudem die fehlende Transparenz: „Ein solcher Prozess gehört in die Öffentlichkeit und in den Dialog mit Fachpraxis und Betroffenen – nicht in geheime Arbeitsgruppen."


Offener Brief an Ministerin Verena Schäffer

Offener Brief an Minister Karl-Josef Laumann

Umfrage: Soziale Angebote gefährdet

06.03.2026 

Eine aktuelle Umfrage der Wohlfahrtsverbände zeigt: Finanzielle Engpässe gefährden soziale Angebote, freiwilliges Engagement und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Viele Einrichtungen mussten Leistungen bereits einschränken – eine stabile Finanzierung wird dringend benötigt.

Steigende Kosten und gekürzte Mittel führen dazu, dass soziale Angebote eingeschränkt oder vollständig eingestellt werden müssen – mit erheblichen Auswirkungen auf Menschen in schwierigen Lebenslagen und auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mehr als 80 Prozent der befragten Einrichtungen erwarten, dass sie künftig Leistungen reduzieren müssen. Rund 28 Prozent gehen sogar davon aus, dass Angebote vollständig wegfallen könnten.

Auch regional zeigt sich ein alarmierendes Bild: Über 60 Prozent der Einrichtungen bewerten die soziale Versorgung in ihrer Region als unzureichend. Dies betrifft sowohl niedrigschwellige Unterstützungsangebote als auch spezialisierte Dienste, die für die Bewältigung sozialer Herausforderungen unverzichtbar sind.

Besonders gravierend ist, dass mit dem Wegfall von Angeboten auch das freiwillige Engagement gefährdet ist. Mehr als zwei Drittel der Befragten rechnen damit, dass sinkende Angebotsstrukturen auch weniger Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement bedeuten.

Ohne stabile soziale Infrastruktur verlieren nicht nur Menschen in belastenden Situationen wichtige Anlaufstellen, sondern auch Orte, an denen Solidarität, Vertrauen und gesellschaftliche Teilhabe entstehen. Bei der Vorbereitung und Umsetzung der Kommunal-, Landes- und dem Bundeshauhalt muss daher die Absicherung sozialer Dienste Priorität haben.

Die gesamte Auswertung der Umfrage finden Sie unter

https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/umfrage-soziale-angebote-gefaehrdet


Wechsel der Geschäftsführung in der Kreisgruppe Heinsberg

Herzlich Willkommen!

Zum 1. Februar 2026 hat Lea Maria Scholtes die Geschäftsführung für die Kreisgruppe Heinsberg übernommen mit dem klaren Ziel, die soziale Arbeit in der Region zu stärken und die Werte des Verbandes mit Leben zu füllen.

Lea Maria Scholtes ist beim Paritätischen keine Unbekannte. Zuvor war sie als Koordinatorin für Sozialpolitik in Aachen tätig und bringt eine langjährige und vielfältige Erfahrung aus der Arbeit und dem Ehrenamt in Sozialverbänden mit. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen seit jeher in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie im Kinderschutz. Ihre Expertise als ausgebildete Supervisorin und Organisationsberaterin, insbesondere für Schutzkonzepte, hat ihren Blick dafür geschärft, wie wichtig stabile Strukturen und eine klare Haltung für eine erfolgreiche soziale Arbeit sind.

Die zentralen Werte des Paritätischen, Vielfalt, Offenheit und Toleranz, sind nicht nur Leitlinien, sondern der Kern des gemeinsamen Engagements. Das Ziel von Lea Maria Scholtes für den Kreis Düren ist es, gemeinsam mit den Mitgliedsorganisationen, Ehrenamtlichen und Partner*innen eine starke und sichtbare soziale Landschaft zu gestalten. Sie wird sich mit Nachdruck für eine verlässliche Finanzierung der sozialen Arbeit einsetzen und die solidarischen Interessen in Zusammenarbeit mit dem Vorstand und den Mitgliedsorganisationen politisch vertreten.

Sie freut sich auf die kommenden Begegnungen und den Austausch mit Ihnen!


Spende der Sparkasse in Heinsberg überreicht - herzlichen Dank!

Die Kreissparkasse Heinsberg hat am 05.09.2025 ihre jährlichen Spendenschecks an die Wohlfahrtsverbände im Kreis Heinsberg sowie die Schuldnerberatung überreicht. Insgesamt stellte das Kreditinstitut in diesem Jahr über 640.000 Euro zur Verfügung. Der Paritätische Heinsberg ist gemeinsam mit den anderen Wohlfahrtsverbänden Träger des Selbsthilfe- und Freiwilligenzentrums (SFZ). Die Übergabe fand im Kleinen Sitzungssaal des Kreishauses in Heinsberg statt. Anwesende waren die Repräsentant*innen der Sparkasse, sowie Manuela Aye und weitere Vertreter*innen der Wohlfahrtsverbände und der Schuldnerberatung.

Für eine offene und aktive Zivilgesellschaft

Der Paritätische Gesamtverband hat eine Handreichung mit dem Titel „Rechtliche Rahmenbedingungen der politischen Betätigung von gemeinnützigen Organisationen“ veröffentlicht. Die Kleine Anfrage der CDU/CSU zur „Politischen Neutralität staatlich geförderter Organisationen“ im Deutschen Bundestag stellt das verdienstvolle Engagement von zivilgesellschaftlichen Organisationen pauschal unter Verdacht und fördert Misstrauen gegenüber der gesamten Zivilgesellschaft. Der Paritätische NRW mit seinen 3.100 Mitgliedsorganisationen aus allen Bereichen der sozialen Arbeit kritisiert die parteipolitische Einflussnahme auf zivilgesellschaftliches Engagement und erklärt seine Solidarität mit den betroffenen Organisationen.

Die Kleine Anfrage der CDU/CSU ist kein Einzelfall. In den Parlamenten von Bund und Ländern gibt es vermehrt Anfragen verschiedener Parteien, die nicht auf eine sachliche Bewertung zielen, sondern auf Einschüchterung und das Schüren von Angst und Unsicherheit. Diese Tendenzen sind auch in NRW zu beobachten, wo die Landtagsfraktion der FDP eine Kleine Anfrage zur finanziellen Förderung politisch aktiver sogenannter Nichtregierungsorganisationen (NGOs) durch die Landesregierung gestellt hat.

Eine offene Gesellschaft wird durch das Engagement ihrer Unterstützer*innen getragen und bereichert. Der Paritätische NRW bleibt entschlossen, alles zu unternehmen, um dieses Engagement gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen zu fördern und zu stärken.

Menschenfeindliche und rechtsextreme Positionen sowie Organisationen sind unvereinbar mit dem Paritätischen NRW

Der Paritätische NRW bekräftigt seine Position als Teil der zivilgesellschaftlichen Brandmauer gegen Rechtsextremismus. Er steht fest zu seinen Grundsätzen der Toleranz, Offenheit und Vielfalt und lehnt jegliche Form von Diskriminierung, Rassismus und Menschenfeindlichkeit ab. Die Zusammenarbeit mit rechtsextremen, demokratie- und verfassungsfeindlichen Organisationen und Parteien ist unvereinbar mit den Werten des Paritätischen NRW. Einen entsprechenden Beschluss hat der Aufsichtsrat des Verbandes im Februar 2025 verabschiedet. Der Unvereinbarkeitsbeschluss steht hier zum Lesen und als Download bereit.

Zusammen für Demokratie: #DuEntscheidest

Wir haben die Wahl, in welche Richtung sich unser Land entwickelt. Ab Februar 2025 zeigen wir auf Bannern, Poster und Social Media überall in Deutschland: Wir wollen eine Gesellschaft, in der Menschenrechte für alle gelten und niemand zurückgelassen wird.

Ein breites gesellschaftliches Bündnis, zu dem auch der Paritätische Gesamtverband gehört, startet die Kampagne Zusammen für Demokratie.

In ganz Deutschland werden ab heute an Kirchen und Gewerkschaftshäusern, Vereinsgebäuden, sozialen Einrichtungen und vielen weiteren Orten Banner und Plakate aufgehängt. Mit der Kampagne #DuEntscheidest wirbt ein breites gesellschaftliches Bündnis aus 69 Organisationen mit vier klaren Botschaften für demokratische Werte und gesellschaftlichen Zusammenhalt:

  • „Das Recht des Stärkeren schwächt alle anderen. Wir wollen solidarisch zusammenleben.“
  • „Menschenrechte gelten für alle Menschen. Wir wollen ein Land, das niemanden im Stich lässt.“
  • „Rassismus ist keine Meinung. Wir wollen Vielfalt leben.“
  • „Eine gerechte Gesellschaft ist eine Aufgabe, kein Traum. Wir wollen Veränderungen gemeinsam gestalten.“

Weiteres auf der Bündnisseite Zusammen für Demokratie

Zwischenruf zu einer besonnenen und evidenzbasierten Debatte über Flucht, Migration und Integration

Als Zwischenruf zu einer besonnenen und evidenzbasierten Debatte über Flucht, Migration und Integration haben die Verbände der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAG FW) 10 Handlungsmaxime aufgestellt.

Die Menschen in den Mittelpunkt stellen 
Migration ist nicht immer Ergebnis einer selbstbestimmten Entscheidung, sondern häufig durch große Not verursacht. Sie bedeutet meist, viel im Herkunftsland zurückzulassen. Die Chancen von Migrant:innen auf Teilhabe in Deutschland unterscheiden sich erheblich. Umso wichtiger ist es, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Ankommen und gesellschaftliche Teilhabe für alle schnell möglich sind. Administrative Hürden sollten so gering wie möglich gehalten werden.

Humanität wahren
Wer in Deutschland Schutz sucht, muss menschenwürdig behandelt werden und wer einen Schutzanspruch geltend macht, ein faires Verfahren erhalten. Die Debatte fokussiert aktuell auf Kontrolle, Abschreckung und Restriktionen wie Zugangsbeschränkungen und haftähnliche Zustände. Diese Maßnahmen gefährden humanitäre Mindeststandards und damit unsere offene Gesellschaft. (Migrations-)politische Erwägungen finden ihre Grenzen an der unantastbaren Menschenwürde. 

Alle 10 Handlungsmaxime als pdf-Dokument